Osteoporose

Osteoporose, auch bekannt als Knochenschwund, ist eine Erkrankung, die besonders im Alter auftreten kann. Dabei handelt es sich nicht um eine plötzlich auftretende Krankheit, sondern um eine schleichende Veränderung im Körper, die sich erst nach vielen Jahren bemerkbar macht.

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist eine chronische Krankheit des Skelettsystems. Sie führt dazu, dass die Knochen an Dichte und Stabilität verlieren, was sie brüchig und anfälliger für Brüche macht. Dieser Prozess verläuft schleichend, da die Knochendichte über viele Jahre hinweg abnimmt, ohne dass man sofort etwas davon spürt. Oftmals fällt die Erkrankung erst auf, wenn es zu einem Knochenbruch kommt – manchmal sogar nach einer geringfügigen Belastung oder einem leichten Sturz. Stell dir deine Knochen wie ein Gerüst vor, das deinen Körper stützt. Mit zunehmendem Alter verliert dieses Gerüst nach und nach an Substanz, wenn nicht ausreichend für Ersatz gesorgt wird. Der Knochenabbau überwiegt den Knochenaufbau. Insbesondere bei Frauen nach der Menopause ist das Risiko erhöht, da der Hormonspiegel abnimmt und damit auch die für den Knochenaufbau wichtige Wirkung des Östrogens nachlässt.

Ursachen der Osteoporose

Die Ursachen von Osteoporose sind vielfältig. In den meisten Fällen handelt es sich um eine primäre Osteoporose, die entweder altersbedingt oder durch hormonelle Veränderungen, wie sie bei Frauen in den Wechseljahren auftreten, verursacht wird. Aber auch andere Faktoren spielen eine wesentliche Rolle:

1. Alter: Mit zunehmendem Alter wird der Knochenstoffwechsel langsamer, und der natürliche Abbau des Knochens überwiegt.

2. Geschlecht: Frauen haben generell ein höheres Risiko, da sie im Vergleich zu Männern von Natur aus weniger Knochenmasse haben. Nach den Wechseljahren kommt noch der Mangel an Östrogen hinzu, was den Knochenabbau beschleunigt.

3. Genetische Veranlagung: Wenn Osteoporose in deiner Familie vorkommt, ist das Risiko höher, dass du ebenfalls betroffen sein könntest.

4. Mangel an Kalzium und Vitamin D: Diese beiden Stoffe sind essenziell für den Knochenaufbau. Ein Mangel an Kalzium und Vitamin D kann die Knochengesundheit erheblich beeinträchtigen.

5. Bewegungsmangel: Regelmäßige körperliche Aktivität fördert den Knochenaufbau. Fehlt diese Stimulation, kann es zu einem beschleunigten Knochenabbau kommen.

6. Rauchen und Alkohol: Beides schadet der Knochengesundheit. Rauchen verringert die Knochendichte, und übermäßiger Alkoholkonsum stört den Kalziumstoffwechsel.

7. Bestimmte Medikamente: Längerfristige Einnahme von Medikamenten wie Kortison oder Medikamente gegen Sodbrennen können den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen und die Calicumaufnahme hemmen.

8. Kranke Nieren: In den Nieren wird das Vitamin D in seine aktive Form umgewandelt. Vitamin D ist unter anderem für die Aufnahme von Calcium in die Knochen verantwortlich. Sind die Nieren krank, dann kann diese Umwandlung nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr stattfinden und somit auch weniger Calcium in die Knochen aufgenommen werden.

9. Übersäuerung: Sind nicht genügend Basen zur Neutralisierung von überschüssigen Säuren im Körper vorhanden, dann greift der Körper auf die Mineralstoffdepots im Körper zurück. Ein besonders reiches Mineralstoffdepot sind die Knochen. Hier wird das Calcium zur Säureneutralisierung entzogen.

10. Dauerstress und zu viele isolierte Kohlenhydrate: Beides verstärkt katabole Stoffwechselprozesse und fördern somit den Knochenabbau.

Osteoporose und Histamin

Osteoporose ist nicht nur eine Frage der Knochendichte, sondern auch eng mit anderen Prozessen im Körper verknüpft. Eine Verbindung gibt es zur Mastozytose. Mastozytose ist eine Erkrankung, bei der sich zu viele Mastzellen im Körper ansammeln und große Mengen Histamin freisetzen. Auffällig ist, dass Menschen mit Mastozytose oft auch ein erhöhtes Osteoporoserisiko haben. Das liegt daran, dass Histamin den Knochenabbau fördert. Genau deshalb wurde die Idee entwickelt, Antihistaminika als Therapie gegen Osteoporose einzusetzen – mit dem Vorteil, dass moderne Antihistaminika kaum Nebenwirkungen haben. Doch Histamin ist nicht nur bei Mastozytose ein Thema. Auch Allergien scheinen eine Rolle bei Osteoporose zu spielen. Das zeigt, wie wichtig es ist, den Körper als Ganzes zu betrachten. Neben Antihistaminika gibt es weitere Maßnahmen, die deine Knochengesundheit unterstützen können. Probiotika, wie Lactobacillus acidophilus, können Entzündungen reduzieren und so den Knochenabbau verlangsamen.

Frühe Anzeichen von Osteoporose

Die Symptome von Osteoporose treten oft erst auf, wenn die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist. Deshalb ist es wichtig, auf die frühen Warnzeichen zu achten und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen, insbesondere wenn du zu einer Risikogruppe gehörst. Zu den ersten Anzeichen können gehören:

  • Rückenschmerzen: Diese entstehen oft durch den langsamen Zusammenbruch der Wirbelkörper.
  • Abnahme der Körpergröße: Wenn du merkst, dass du über die Jahre kleiner wirst, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass deine Wirbelkörper durch den Knochenschwund komprimiert werden.
  • Veränderte Körperhaltung: Eine gekrümmte Haltung oder ein Rundrücken können ebenfalls Anzeichen für Osteoporose sein.
  • Leichte Knochenbrüche: Brüche, die schon bei leichten Stürzen oder Stößen auftreten, sind ein ernstes Warnsignal.

Wie wird Osteoporose diagnostiziert?

Eine genauere Untersuchung ist notwendig, wenn Knochenbrüche ohne ersichtlichen Grund auftreten oder Risikofaktoren für Osteoporose vorliegen.

🔬 Anamnese & Klinische Untersuchung
Der Arzt oder die Ärztin fragt nach früheren Knochenbrüchen, Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Vitamin-D-Mangel oder familiärer Belastung. Ein Körpergrößenverlust, Rundrücken (Kyphose) oder Schmerzen ohne erkennbares Trauma können Hinweise auf Osteoporose sein. Die körperliche Untersuchung umfasst die Messung der Körpergröße, Haltungskontrolle und das Abklopfen der Wirbelsäule auf Druckschmerz.

🔬 Bildgebende Verfahren & Knochendichtemessung
Osteoporotische Frakturen sind meist im Röntgenbild sichtbar. Zur genaueren Beurteilung kommen CT oder MRT zum Einsatz. Die Knochendichte wird mit der DEXA-Messung bestimmt, um das Frakturrisiko einzuschätzen. Der FRAX-Algorithmus hilft, die Wahrscheinlichkeit für zukünftige Knochenbrüche zu berechnen.

🔬 Laboruntersuchungen & Differentialdiagnose
Bluttests helfen, andere Ursachen für Knochenschwund auszuschließen, zum Beispiel Nierenprobleme oder Hormonstörungen. Wichtig ist die Abgrenzung zu ähnlichen Erkrankungen wie Osteomalazie oder Hypophosphatasie, da hier andere Therapien notwendig sind.

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Vorbeugung

Osteoporose ist nicht unausweichlich – du kannst eine Menge tun, um deine Knochen lange gesund zu halten. Hier sind einige einfache, aber wirksame Tipps:

1. Ausreichend Kalzium und Vitamin D

Kalzium ist der wichtigste Baustoff für deine Knochen. Erwachsene sollten täglich etwa 1.000 bis 1.200 mg Kalzium zu sich nehmen. Wenn du Kalzium nicht ausreichend über die Ernährung aufnimmst, kann in Absprache mit deinem Arzt auch ein Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Vitamin D ist notwendig, damit dein Körper das Kalzium aus der Nahrung überhaupt aufnehmen kann. Dein Körper bildet Vitamin D zwar unter Sonneneinstrahlung selbst, aber gerade in den Wintermonaten ist es oft schwierig, genügend davon zu produzieren. Hier können Vitamin-D-Präparate Abhilfe schaffen. Bevor du Präparate auf eigene Faust nimmst, lasse eine Blutuntersuchung durchführen und besprich die Ergebnisse ausführlich mit deinem Arzt.

2. Regelmäßige Bewegung

Es klingt vielleicht banal, aber körperliche Aktivität ist einer der besten Schutzmechanismen gegen Osteoporose. Besonders effektiv sind Übungen, bei denen deine Muskeln und Knochen gefordert werden – dazu gehören Gehen, Tanzen, Laufen und Krafttraining. Es muss nicht unbedingt ein intensives Fitnessprogramm sein – auch regelmäßige Spaziergänge oder leichte Gymnastikübungen können deine Knochendichte langfristig stärken.

3. Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum

Rauchen vermindert die Durchblutung und beeinträchtigt die Nährstoffversorgung deiner Knochen. Alkohol in großen Mengen kann den Kalziumstoffwechsel stören und zu Knochenschwund beitragen.

4. Hormonhaushalt im Blick behalten

Vor allem für Frauen nach der Menopause kann es sinnvoll sein, den Hormonspiegel regelmäßig kontrollieren zu lassen. Ein sinkender Östrogenspiegel erhöht das Risiko für Osteoporose. Es gibt hormonelle Therapien, die in Absprache mit dem Arzt helfen können, dem Knochenabbau entgegenzuwirken.

5. Magnesium

Es ist ein wichtiger Bestandteil des Knochengewebes und maßgeblich am Calciumeinbau in den Knochen beteiligt. Magnesium ist ferner auch für die Umwandlung von Vitamin D die seine aktive Form zuständig. Zudem fördert Magnesium anabole Stoffwechselprozesse und somit den Knochenaufbau.

Behandlung von Osteoporose

Falls bereits eine Osteoporose diagnostiziert wurde, gibt es glücklicherweise viele Möglichkeiten, die Krankheit zu behandeln und ein Fortschreiten zu verhindern. Die Therapie ist dabei in der Regel eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und Lebensstiländerungen.

💊 1. Medikamente
Es gibt verschiedene Medikamente, die den Knochenabbau verlangsamen oder den Aufbau von neuem Knochengewebe anregen können. Zu den wichtigsten Wirkstoffgruppen gehören:
• Bisphosphonate: Sie hemmen den Abbau der Knochen und können so das Risiko für Knochenbrüche verringern.
• Denosumab: Dieser Antikörper verhindert, dass Zellen den Knochen abbauen.
• Selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERMs): Sie wirken ähnlich wie Östrogen und können den Knochenabbau bei Frauen nach den Wechseljahren bremsen.
• Teriparatid: Dieses Medikament fördert den Aufbau von neuem Knochengewebe und wird bei besonders schweren Fällen von Osteoporose eingesetzt.

🍇 2. Ernährung und Supplemente
Die Ernährung sollte salzarm und basisch sein und die für die Knochen wichtigen Mineralstoffe enthalten. Gute Calciumlieferanten sind z.B.: Brokkoli, Grünkohl, Mangold, Blattsalate, Petersilie, Quinoa, Amaranth, Chiasamen, Rosinen und Trockenaprikosen ungeschwefelt. Dein Arzt wird dir möglicherweise empfehlen, zusätzlich zu einer kalziumreichen Ernährung Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Der Kaffeekonsum sowie der Konsum von phosphatreichen Softdrinks sollten stark reduziert werden.

🚶🏼‍♀️ 3. Bewegungstherapie
Körperliche Aktivität bleibt auch bei einer bestehenden Osteoporose entscheidend. Du solltest dich dabei von einem Physiotherapeuten oder Arzt beraten lassen, welche Übungen für dich am besten geeignet sind. Viele Krankenkassen bieten auch spezielle Osteoporose-Sportkurse an, in denen du gezielte Übungen lernen kannst.

Und natürlich alle Maßnahmen die zur Vorbeugung der Osteoporose gelten.

Der Alltag mit Osteoporose

Osteoporose bedeutet nicht, dass du deinen Alltag drastisch ändern musst. Aber es gibt ein paar Dinge, auf die du achten solltest, um das Risiko von Knochenbrüchen zu minimieren:

💚 1. Sturzprophylaxe: Gerade im Alter ist es wichtig, Stürze zu vermeiden. Dazu gehört, dass du Stolperfallen wie lose Teppiche oder ungesicherte Kabel beseitigst. Auch rutschfeste Matten im Badezimmer oder Haltegriffe in der Dusche können helfen.
💚 2. Rückenfreundliches Verhalten: Achte darauf, deinen Rücken im Alltag zu entlasten. Vermeide schweres Heben und trage Lasten lieber körpernah und auf mehrere Schultern verteilt.
💚 3. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: Wenn du Medikamente einnimmst oder bereits Frakturen hattest, solltest du regelmäßig deinen Arzt aufsuchen, um die Knochendichte zu kontrollieren und den Erfolg der Behandlung zu überprüfen.

Fazit

👉🏼 Mit einem gesunden Lebensstil, regelmäßiger Bewegung und der richtigen Ernährung kannst du viel dafür tun, dass deine Knochen lange stark bleiben. Auch wenn du bereits an Osteoporose leidest, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Krankheit zu behandeln und das Risiko für Knochenbrüche zu minimieren. Am besten beginnst du so früh wie möglich, dich um deine Knochengesundheit zu kümmern – schließlich tragen sie dich ein Leben lang!

VON BETROFFENEN FÜR BETROFFENE

Wir sind Thomas und Michaela Zinser, Gründer von Histaminikus.

Aufgrund der eigenen Histaminintoleranz von Michaela und unserem Sohn haben wir Histaminikus gegründet. Der Frust keine geeigneten histaminarmen Lebensmittel zu finden, hat uns angespornt, selbst histaminarme Lebensmittel zu entwickeln.
Wir möchten euch damit wieder ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Schaut euch gerne bei uns um.

Herzliche Grüße
Thomas und Michaela

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