Rosmarin effektiv nutzen
Schon mal überlegt, dir aus Rosmarin einen Tee zu machen? Das geht ganz einfach – vor allem, wenn du die Pflanze selbst im Garten oder auf dem Balkon hast. Am besten sammelst du die Nadeln kurz vor der Blüte. Wichtig ist: langsam und schonend trocknen, damit die duftenden ätherischen Öle erhalten bleiben. Für die Zubereitung reicht ein gehäufter Teelöffel getrocknete Blätter auf eine Tasse heißes Wasser – dann 15 Minuten ziehen lassen. Der Tee kann die Verdauung ankurbeln, bei Erkältungen helfen oder dich einfach bei einem Konzentrationstief wieder etwas auf Touren bringen. Denn Rosmarintee kann deinen Kreislauf anregen.
Rosmarinöl wirkt besonders intensiv – und genau deshalb sollte man es auch nur verdünnt und äußerlich anwenden. Es wird aus den Blättern mittels Wasserdampfdestillation gewonnen und ist in Apotheken erhältlich. Die Wirkung? Es bringt die Durchblutung in Schwung, kann Muskelschmerzen lindern und bei rheumatischen Beschwerden wohltuend sein. Aber Achtung: Nicht zu spät am Abend verwenden – das Öl hat eine eher aktivierende Wirkung und könnte den Schlaf stören.
Rosmarin ist inzwischen auch in der Haarpflege angekommen. Ob Shampoo, Kopfhautöl oder Haarwasser – immer öfter liest man Rosmarin auf der Liste der Inhaltsstoffe. Der Grund: Man vermutet, dass es das Haarwachstum unterstützt und Haarausfall verlangsamen kann. Eine kleine Studie mit Menschen, die unter erblich bedingtem Haarausfall litten, zeigt erste Hinweise darauf. Die Testpersonen nutzten entweder Rosmarinöl oder ein klassisches Mittel gegen Haarausfall – und beide Gruppen hatten nach sechs Monaten dichteres Haar. Spannend, oder? Zwar braucht es noch größere Studien, aber die Ergebnisse machen Hoffnung. Außerdem war Rosmarin in der Anwendung sogar etwas sanfter zur Kopfhaut.
Wenn du schwanger bist, solltest du bei Rosmarin etwas aufpassen. Hochdosiertes Rosmarinöl oder auch starker Rosmarintee könnten durchblutungsfördernd wirken – und das ist nicht immer gewünscht. Als Gewürz in kleinen Mengen beim Kochen ist Rosmarin in der Regel unbedenklich. Befrage am besten deinen Arzt.
Frische Rosmarinzweige sind ein echtes Highlight in der Küche – das ganze Jahr über. Sein kräftiges Aroma passt toll zu Kartoffeln, Fleisch, gebratenem Fisch oder mediterranem Gemüse. Aber auch auf Pizza oder im Salatdressing macht Rosmarin eine gute Figur. Nur nicht übertreiben – das Kraut hat ordentlich Wumms. Ob frisch oder getrocknet – Rosmarin lässt sich vielseitig einsetzen. Getrocknete Zweige bekommst du im Supermarkt, oder du trocknest sie einfach selbst. Auch in unseren neuen Gewürzmischungen „Wilde Henne“ und „Gyrosgewürz“ findest du getrockneten Rosmarin!
Du willst Rosmarin für später aufbewahren? Kein Problem! Du kannst ihn entweder einfrieren oder trocknen. Zum Einfrieren am besten waschen, trockentupfen und dann im Ganzen oder gehackt in einen Gefrierbeutel geben. So hält er sich rund ein Jahr – auch wenn das Aroma mit der Zeit etwas nachlässt. Beim Trocknen empfiehlt es sich, ganze Zweige aufzuhängen – zum Beispiel in einem trockenen, gut gelüfteten Raum. Sobald die Nadeln beim Biegen knacken, ist der Rosmarin bereit für die Vorratsdose.
