Volkskrankheit Fettleber

Volkskrankheit Fettleber

Was versteht man unter einer Fettleber?

Fettleber = vermehrte Einlagerung von Fetten in den Leberzellen
Steatohepatitis = nicht infektiöse entzündliche Erkrankung der Fettleber
 
Man unterscheidet in die durch Alkohol bedingte Fettleber (AFLD) und in die nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD).

Es kommt zu vermehrter Fetteinlagerung in den Leberzellen und bei Nicht-Behandlung zur Fibrose und schließlich zur Leberzirrhose, was letztendlich auch zum Leberkrebs führen kann.

Zu den Spätfolgen gehört auch die Hepatische Enzephalopathie = leberbedingte Hirnfunktionsstörung.

Jeder 4. über 40 Jahren ist betroffen, aber auch schon Kinder und Jugendliche können eine Fettleber entwickeln! 

Die Leberwerte sind anfangs oft noch im Normbereich, aber Symptome wie Müdigkeit, Energiemangel, hartnäckiges Bauchfett trotz gesunder kalorienreduzierter Ernährung und regelmäßigem Sport, können auf eine Leberstörung/ Fettleber hinweisen.

Oft tritt die Fettleber im Zusammenhang mit dem Metabolischen Syndrom auf (Übergewicht, Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörungen) 

So entwickelt sich eine NAFLD: 
Gestörte Speicherfunktion – Fetteinlagerung im Lebergewebe – Entzündungsneigung – Insulinresistenz – Fettstoffwechselstörung – Störung des Glucosestoffwechsels – stille Entzündung – oxidativer Stress

Ursachen der NAFLD

•    Ungesunde Ernährung, Fast Food, zu viele Kohlenhydrate (Zucker, Brot, Nudeln, zuckerreiches Obst und Getränke usw.), zu viel ungesundes Fett
•    Insulinresistenz, Diabetes
•    Alkohol
•    Bewegungsmangel
•    Starkes Übergewicht
•    Toxine: Schwermetalle, Glyphosat und andere Gifte
•    Medikamente wie Rheumamittel + Antibiotika, die dauerhaft eingenommen werden, können eine Leberstörung mitverursachen
•    Hepatitis- und andere Viren, Parasiten


Therapie der NAFLD: je nach Auslöser

•    Mitverantwortliche Medikamente müssen ersetzt bzw. abgesetzt werden
•    Ernährungsumstellung
•    Regelmäßig Bewegung bzw. Sport
•    Gewichtsreduktion

Bei der alkoholisch bedingten Fettleber hilft in erster Linie natürlich der Verzicht auf Alkohol, wobei die oben genannten Empfehlungen zur Regeneration ebenfalls ratsam sind.


Diagnostik:
 
•    Ultraschalluntersuchung
•    Lebercheck mit folgenden Laborwerten:  AP, Bilirubin, Blutzucker, Cholinesterase, Eiweißelektrophorese, GGT, GLDH, GOT, GPT, HbA1C, LAP
•    Fettleber alkoholbedingt: GGT, GPT, Harnsäure, IgA, TRI, Mg, PO4, kleines Blutbild
•    Fettleber nicht-alkoholbedingt: Blutzucker, HbA1C, Proinsulin intakt, TRI, Cholesterin, HDL, LDL, Fetuin A
•    Autoantikörper
•    Virusdiagnostik
•    Hämochromatose: Ferritin, Transferrin, Eisen, kleines Blutbild
•    Morbus Wilson: Coeruloplasmin, Kupfer, kl. Blutbild
•    Leberfibrose-Index (FIB-4-Wert)

Alkoholbedingte Fettleber: GOT (=AST) meist höher als GPT (=ALT)
NAFL: GPT meist höher als GOT

Die gute Nachricht:
In vielen Fällen einer Lebererkrankung, v.a. im Anfangsstadium, auch bei einer Fettleber, gibt es sehr gute Chancen einer vollständigen Heilung, denn die Leberzellen sind sehr regenerationsfähig.

Durch eine veränderte Lebensweise und entsprechende Therapien kann sich die Fettleber wieder komplett zurückbilden!

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