Was tun bei PMS?
Medikamentöse TherapieBei der medikamentösen Behandlung von PMS gibt es verschiedene Ansätze. Hormonelle Verhütungsmittel, die den Eisprung unterdrücken – auch im Langzyklus ohne Einnahmepause – können helfen, die Beschwerden zu regulieren. Bei starken Schmerzen, wie Kopf-, Rücken- oder Brustschmerzen, kommen Schmerzmittel zum Einsatz. Um die durch Wassereinlagerungen verursachten Beschwerden zu lindern, können Diuretika wie Calcium, Vitamin E oder Spironolacton unterstützend wirken. In schweren Fällen, in denen auch die Stimmung stark leidet, kommen manchmal selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer wie Sertralin, Citalopram oder Paroxetin zum Einsatz – allerdings meist erst, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichend helfen. Eine medikamentöse Therapie sollte allerdings nicht die erste Wahl sein. Viele Frauen bevorzugen zunächst pflanzliche Mittel, da hormonelle Verhütungsmittel und Antidepressiva Nebenwirkungen mit sich bringen können. Präparate mit Mönchspfeffer-Extrakt bieten eine schonende Möglichkeit, Brustschmerzen zu behandeln, während Johanniskraut helfen kann, depressive Verstimmungen, Ängste und Unruhe zu mildern. Auch bei pflanzlichen Präparaten solltest du vorab mit einem Arzt oder Therapeuten sprechen und auf deine eigene Toleranzgrenze achten.👉🏼 Gezielte ErnährungEine bewusste Ernährungsumstellung kann viel bewirken. Versuche, weniger salzige Speisen, Zucker, koffeinhaltige Getränke und Alkohol zu konsumieren und setze stattdessen auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Kost – besonders Vitamine wie B6, D und E sowie Calcium und Magnesium. Diese Veränderungen können dazu beitragen, PMS-Beschwerden zu lindern. Auch regelmäßiger Genuss von Omega-3-Fettsäuren sowie eine zusätzliche Zufuhr von B-Vitaminen und Magnesium können sich positiv auf deine Stimmung auswirken und körperliche Symptome wie Brustspannen, Wassereinlagerungen und Heißhungerattacken reduzieren.👉🏼 Moderate Bewegung Bewegung und Entspannung haben einen enorm positiven Einfluss auf Körper und Geist. Regelmäßiger Sport hilft, überschüssiges Wasser aus dem Körper abzutransportieren, was wiederum dazu beitragen kann, Krämpfe in der Gebärmutter zu lösen und Schmerzen im Unterbauch und Rücken zu mildern. Besonders Ausdaueraktivitäten wie Walken, Radfahren, Joggen oder Schwimmen eignen sich hervorragend. Durch körperliche Aktivität werden vermehrt Endorphine freigesetzt – die natürlichen Stimmungsaufheller – und auch die Produktion des Botenstoffs Serotonin wird angeregt, was zusätzlich zur Linderung der PMS-Symptome beiträgt. Achte hier aber gut auf deine Belastungsgrenze, denn körperliche Anstrengung kann zu einer vermehrten Histaminausschüttung führen!👉🏼 EntspannungsübungenDas Erlernen von Entspannungstechniken wie Yoga, autogenem Training oder progressiver Muskelrelaxation kann dir helfen, Stress abzubauen und die Zeit vor der Periode erträglicher zu gestalten. Diese Methoden unterstützen dich dabei, die emotionalen und körperlichen Herausforderungen in dieser Phase besser zu bewältigen.