Wie kann ich mir Bitterstoffe zuführen?
🔸Ernährung & Lebensmittel
Gemüse:
- Chicorée
- Fenchel
- Artischocke
- Radieschen
- Eisbergsalat
- Radicchio
- Frisée Salat
- Grünkohl
- Endiviensalat
- Blattsalate
Obst:
- Cranberries,
- Äpfel wie Jonagold oder Braeburn
Kräuter / Gewürze:
- Anis
- Kümmel
- Tausendgüldenkraut
- Rosmarin
- Basilikum
- Ingwer (austesten)
- Kurkuma
- Zimt
- Kardamom
- Löwenzahnkraut
- Petersilie
- Pfefferminze
- Salbei
Sonstiges:
- Kaffee - aber nur schwarz (!) (austesten)
- Espresso (austesten)
👉🏼 Achtung: In dieser Liste sind nur Lebensmittel aufgeführt, die bei einer Histaminintoleranz als verträglich von der SIGHI Liste eingestuft werden.
🔸Bittertropfen
Es gibt also viele Lebensmittel, die Bitterstoffe enthalten und die man ganz natürlich über die Ernährung zuführen kann. Allerdings hat die Lebensmittelindustrie den bitteren Geschmack immer weiter aus den Lebensmitteln herausgezüchtet, damit sie dennoch von den Konsumenten gekauft werden. Endivien, Radicchio oder Chicorée enthielten früher viel mehr Bitterstoffe als heute. Das Zuführen von Bitterstoffen über die Nahrung wird daher immer schwieriger.Einige Firmen haben sich das zur Aufgabe gemacht und sogenannte Bittertropfen entwickelt. Diese gibt es freiverkäuflich im Internet, in Drogerien und auch in manchen Apotheken.Die meisten Produkte enthalten allerdings Auszüge von Alkohol. Alkohol ist dafür bekannt, die histaminabbauende Diaminoxidase (DAO) zu blockieren, wodurch Symptome hervorgerufen werden könnten. Letzten Endes muss hier jeder selbst austesten, inwieweit er Bittertropfen mit Alkohol verträgt. Es gibt einige, die es nicht gut vertragen, aber auch genauso viele, die sich an „Auszügen“ nicht stören. Das liegt daran, dass diese Auszüge von Alkohol aus den Pflanzen selbst gewonnen werden. Viele Pflanzen - auch Obst und Gemüse - enthalten natürlicherweise Alkohol.Hier zum Vergleich:„So enthält ein Glas Apfelsaft (200 ml) bis 0,6 g Alkohol, Bananen (100 g) bis zu 0,3 g Alkohol, ein Becher Kefir (250 ml) bis zu 2,5 g Alkohol, Brot (100 g) bis zu 0,3 g Alkohol. In diesen kleinen Mengen ist Alkohol, wie viele andere Inhaltsstoffe in unserer Nahrung, auch für Kleinkinder unbedenklich. Die Alkoholmengen, die in pflanzlichen Arzneimitteln enthalten sind, liegen in ähnlichen Größenordnungen oder sind eher noch geringer als die in diesen Lebensmitteln. Beispielsweise werden bei einem Hustensaft, der 5 % Alkohol enthält, mit der einzelnen Kinderdosis von 2,5 ml nur 0,10 g Alkohol aufgenommen, was der Alkoholmenge in 33 ml Apfelsaft entspricht. Aber auch bei Tropfen, die 30 % Alkohol enthalten, ist die aufgenommene Alkoholmenge gering, da die Kinderdosis gering ist und beispielweise nur 0,5 ml beträgt, was 0,12 g Alkohol entspricht. Daher ist der Alkohol in diesen pflanzlichen Arzneimitteln auch für Kinder unbedenklich.“Quelle:https://phytotherapie.de/de/kontakt/faqs-zur-phytotherapie/alkohol-in-phytopharmaka/#:~:text=Weniger%20bekannt%20ist%2C%20dass%20Alkohol,zu%200%2C3%20g%20Alkohol.Beachte zudem, dass trockene Alkoholiker zum Schutz vor Rückfällen und auch Lebererkrankte dennoch auf alkoholhaltige Arzneimittel verzichten sollten.Wie immer bleibt aber das Wichtigste, dass DU es verträgst und dir das Mittel helfen kann, anstatt noch mehr Schaden anzurichten. Andere bekannte Auszugsmittel sind Essig, Honig, Milch oder pflanzliches Glycerin.Oft mit ähnlichen Inhaltsstoffen gibt es mittlerweile auch Kapseln oder Pillen. Beachte auch dort wie immer die Inhaltsstoffe sowie Kapsel- und Füllstoffe.Wenn du auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifst, dann beachte immer die Einnahmeempfehlungen des Herstellers. Denn nimmt man zu viele Bitterstoffe zu sich, können Kopfschmerzen entstehen, die Magenschleimhäute könnten zu stark angegriffen werden oder man erleidet Verdauungsprobleme. Kläre außerdem, ob eines deiner Medikamente sich nicht mit Bitterstoffen verträgt oder die Aufnahme erschwert.
🔸Bittertee
Für die meisten Menschen etwas angenehmer und verträglicher sind Tees. Auch dort kannst du dich bei den jeweiligen Herstellern informieren, was enthalten ist und ob du es vertragen könntest. Einen ersten Anhaltspunkt über die Verträglichkeit bestimmter Stoffe könnte die Sighi-Liste liefern.Die allermeisten Tees sind allerdings nicht für eine histaminarme Ernährungsweise geeignet, da Pflanzen oder Kräuter verwendet wurden, die für Histaminintolerante eher ungeeignet sind. Daher haben wir unseren ganz eigenen Bittertee ins Leben gerufen, den „Bitterkräuter Bio“, der grundsätzlich nur aus histaminarmen Pflanzen hergestellt wurde und in der Regel gut vertragen wird! Das Beste: Der Tee ist lose und sowohl durch die Metalldose als auch die großen Nachfüllpackungen sparen wir viel Müll. Damit tun wir nicht nur uns, sondern auch der Umwelt etwas Gutes!