Organreihe: Magen

Organreihe: Magen

27. Januar 2023
Der Magen gehört natürlich zu unserem Verdauungstrakt. Er stellt gleichzeitig Säuren und Basen her. Deshalb ist der Magen unter anderem auch ein wichtiger Baustein, um dieses Säure-Basen-Gleichgewicht in unserem Körper zu halten.

Heute machen wir mit dem Magen weiter. Wusstest du, dass der Magen gleichzeitig Säuren und Basen herstellt? Bestimmte Zellen im Magen produzieren nämlich die stark saure Salzsäure und gleichzeitig auch das basische Natriumhydrogencarbonat. Deshalb ist der Magen unter anderem auch ein wichtiger Baustein, das Säure-Basen-Gleichgewicht in unserem Körper zu halten. 

Aufgaben und Funktionen des Magens

  • Vernichtung schädlicher Bakterien, Pilze, Krankheitserreger und Parasiten in der Nahrung
  • Vorbereitung des Speisebreis für den Darm, Zerkleinerung und Verflüssigung der Nahrung
  • Denaturierung der Proteine, damit sie besser aufgespaltet werden können
  • Aktivierung des proteinspaltenden Enzyms Pepsin
  • Produktion des Intrinsischen Faktors, der für die Aufnahme von B12 verantwortlich ist

Der Magen gehört natürlich zu unserem Verdauungstrakt und hat dabei einen stark sauren pH-Wert von 1 bis 2. Er ist damit ungefähr genauso sauer wie Zitronensaft. Seine Aufgabe besteht darin, die aufgenommene Nahrung zu einem Speisebrei zu zerkleinern. Die Weiterleitung des Speisebreis in den Darm kann je nach Mahlzeitenzusammenstellung 30 Minuten bis zu 7 Stunden dauern. Muskelbewegungen schaukeln den Speisebrei hin und her, dabei wird der Speisebrei mit Magensäure vermischt. Der Speisebrei wird für einige Zeit gespeichert und dann wohldosiert vom Magenpförtner in den Dünndarm abgegeben, wo er weiter verdaut wird .

Lage im Körper

Der Magen liegt – zwischen Milz und Leber – im linken und mittleren Oberbauch, unterhalb des Zwerchfells. Am oberen Ende mündet die Speiseröhre ein, am unteren Ende geht der Magen am so genannten Magenpförtner, einem ringförmigen Schließmuskel, in den Zwölffingerdarm über.

Organuhr

Im Tagesverlauf hat jedes Organ seinen absoluten Höhepunkt in der Aktivität und als Gegenpol wichtige Ruhephasen! Beginnend mit dem Magen haben alle Verdauungsorgane ihr maximale Aktivität am Vormittag und am frühen Nachmittag. Da demnach die Minimalzeiten am Abend und in der Nacht liegen, bedeutet dies, dass die Verdauung zu diesen Zeiten sehr sparsam erfolgt. 

  • Stärkste Aktivität: 07 bis 09 Uhr morgens
  • Ruhephase: 19 bis 21 Uhr

Seelische Komponente

Durch die enge Verbindung zwischen Bauch und Kopf ist zu erklären, warum Stress uns sprichwörtlich «auf den Magen schlägt» oder Ärger uns «sauer aufstößt».Bei Stress und Kummer stirbt entweder jeglicher Appetit oder wir fangen an, wahllos alles in uns reinzustopfen. Menschen mit Kummer, nehmen daher sehr schnell an Gewicht zu oder ab. Das Gehirn reagiert auf psychische Belastung mit der Ausschüttung von Stresshormonen und alarmiert das Bauchhirn.Zweifellos hat die Psyche auch einen Einfluss auf die Tätigkeit des Magens. Unter Stress arbeiten das Gehirn und das „Bauchhirn“ eng zusammen, um den Körper durch diese Phase zu bringen. Wer einen empfindlichen Magen hat, reagiert in belastenden Situationen zum Teil mit Übelkeit, Sodbrennen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung.

Zusammenhang mit Histaminintoleranz

Histamin ist im Magen für die Magensäureproduktion verantwortlich. Es bewirkt damit eine erhöhte Magensäureproduktion. Auch die Muskelzellen in der Wand des Magen-Traktes werden durch Histamin stärker aktiviert. Deshalb sind Bauchschmerzen oder Krämpfe häufige Histaminintoleranz-Symptome im Verdauungstrakt. Wie du deinen Magen effektiv bei einer Histaminintoleranz unterstützen kannst, erfährst du im E-Book, das es zu unserem „Bitterkräuter Tee“ gratis dazu gibt.

Symptome und Erkrankungen bei Histaminintoleranz

Weil die Symptome nicht eindeutig sind – und beispielsweise auch auf einen Reizdarm hindeuten können – wird eine Histaminintoleranz oft nicht oder erst spät erkannt.

  • Gastritis, Kolitis, Reizmagen, Reizdarm
  • Magenschleimhautentzündung
  • Blähungen und Meteorismus – Luft verschiebt den Magen Richtung Zwerchfell
  • Chronischer Durchfall, und Verstopfung
  • Bauchschmerzen oder Krämpfe
  • Magensäureüberschuss: Übersäuerung, Heliobacter Pylori, Sodbrennen
  • Magensäuremangel: Anfälligkeit für Bakterien, Pilze, Parasiten; Mineralstoff- und Spurenelementemangel; Untergewicht durch Nährstoffmangel
  • Störung der Darmflora (Ungleichgewicht bei den Darmbakterien), Fäulnisflora
  • Übelkeit
  • Reflux, Völlegefühl, regelmäßiges Aufstoßen
  • Vitamin B 12 Mangel
  • Leber-, Galle-, Bauchspeicheldrüsenerkrankung oder -schwäche (Mangel an Magensäure und Verdauungssäften)
  • Entzündungen, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Müdigkeit und Energieverlust nach dem Essen

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