Organreihe: Nieren

Organreihe: Nieren

14. September 2023

In den nächsten Monaten erwarten dich immer wieder neue Blogbeiträge dazu.Wir werden dir die Funktionen unsere Organe, den Zusammenhang mit der Histaminunverträglichkeit und vieles mehr erklären.Wir machen heute mit der Niere weiter.Hast du schon gewusst, dass unsere Nieren unser Blut 300 Mal am Tag filtern und es von Giftstoffen befreien?Aufgrund dieses Fakts gehören die Nieren neben der Leber zu den wichtigsten Entgiftungsorganen. Sie wird oft auch Kläranlage des Körpers genannt. Die Nieren filtern täglich rund 1.500 Liter Blut, etwa 1,2 Liter pro Minute.Ein absolutes Hochleistungsorgan, das gerade mal 300 g wiegt.

Aufgaben und Funktionen der Nieren

  • Entgiftung und Blutreinigung
  • Ausscheidung von Urin, Stoffwechselendprodukten, giftigen Stoffen, überschüssigen Mineralstoffen, Wasser
  • Produktionsorgan für wichtige Hormone
  • Umwandlung von Vitamin D in aktives Vitamin D
  • Steuerungsorgane für essentielle Kreislauf- und Stoffwechselfunktionen (Blutdruck, Blutbildung, Knochendichte)
  • Regulation des Wasser- und Mineralstoffhaushalts
  • Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts

Anhand dieser vielen Funktionen kann man gut erkennen, dass die Nieren nicht nur reine Ausscheidungs- und Entgiftungsorgane sind. Sie sind für eine Vielzahl von Stoffwechselfunktionen verantwortlich, aber natürlich auch für die Ausscheidung von Urin. Der Urin ist allerdings nur ein Nebenprodukt der Blutreinigung. Eine erwachsene Person scheidet täglich zwischen 0,5-2 Liter Urin aus.Urin besteht hauptsächlich aus Wasser, aber auch aus Abbauprodukten des Eiweißstoffwechsels, Mineralstoffen und geringe Mengen an Eiweißen und Zucker. Beim Filtern des Blutes entstehen jede Minute etwa 125 ml Primärharn. Aus dem Primärharn wird nun ein Großteil des Wassers und der Mineralstoffe wieder ins Blut resorbiert. Übrig bleibt dann nur noch ein Rest von 1 ml Urin, der im Nierenbecken gesammelt wird und ab einer gewissen Menge durch die Harnleiter in die Harnblase geführt wird. Die Niere hängt im Übrigen sehr eng mit der Leber und dem Darm zusammen. Gemeinsam bilden Sie einen großen Entgiftungsapparat für den menschlichen Körper.

Organuhr

Im Tagesverlauf hat jedes Organ seinen absoluten Höhepunkt in der Aktivität und als Gegenpol wichtige Ruhephasen! Diese Tageszeiten sind auch die besten Zeiten, um die Nieren zu behandeln bzw. zu unterstützen:

  • Stärkste Aktivität: 17:00 bis 19:00 Uhr
  • Schwächste Aktivität: 05:00 bis 07:00 Uhr

Seelische Komponente

Die Nieren stehen für das Überleben und reagieren besonders stark auf Ängste und Stress. Das Sprichwort „Das ist mir an die Nieren gegangen“ zeigt an, dass eine tiefe emotionale Belastung stattgefunden hat. Werden Ängste und Sorgen übermächtig, verselbständigen sie sich oder bleiben diese ungelöst, kann sich das auf die Nierengesundheit auswirken.In den Nieren schlagen sich also Emotionen wie Trauer, Wut, Verzweiflung, Angst, Aufregung und Stress nieder. Nicht umsonst, muss man häufig zur Toilette, wenn man aufgeregt ist oder vor Prüfungssituationen steht. Die Niere ist ebenso direkt mit dem 10. Hirnnerv – dem Vagusnerv - verknüpft. Die Stimulierung dieses Nervs sorgt für eine tiefe Entspannung, die sich positiv auf die Gesundheit der Nieren auswirkt.

Zusammenhang mit Histaminintoleranz

Auch in den Nieren sitzen viele Mastzellen, die bei Bedarf Histamin ausschütten können. Laut dem Deutschen Ärzteblatt (2006; 103(51-52): A-3477 / B-3027 / C-2903) konnte eine reduzierte DAO-Aktivität bei Patienten mit chronischem Nierenversagen nachgewiesen werden. Baut die DAO zu wenig Histamin ab, dann gelangt das Histamin ins Blut und somit auch in die Nieren. In den Nieren wird hauptsächlich das zweite Abbauenzym für Histamin – die HNMT – gebildet. Sie ist dafür verantwortlich, intrazelluläres Histamin abzubauen, welches aus den Mastzellen ausgeschüttet wird.Ein Mangel an den Enzymen DAO und/oder HNMT verhindert somit den Abbau von Histamin in der Niere. Das Histaminfass läuft somit schnell über und Symptome können entstehen.

Symptome bei Histaminintoleranz

  • Entzündung (oft wandernd) in einem oder mehreren Segmenten der Blase und Harnröhre, z.B.  Harnleiterentzündung (Ureteritis, Urethritis), Blasenentzündung (Cystitis)
  • Nierenentzündung, chronische Nierenerkrankungen
  • Unruhe, Ängste, Sorgen
  • Ständig kalte oder zu warme Füße, schwere Beine, nächtliche Wadenkrämpfe
  • Tinnitus, Ohrensausen, Hörstürze
  • Blähungen, Asthma, Nasennebenhöhlenentzündung
  • Zu hoher oder niedriger Blutdruck

Folgende Faktoren wirken sich negativ auf deine Nierengesundheit aus:

  • Unzureichende Durchblutung der Nieren durch dauerhaften niedrigen Blutdruck oder Blutverlust durch einen Unfall.
  • Schmerzmittelmissbrauch: Zu viele Schmerzmittel schädigen auf Dauer die Nieren. Medikamente werden vom Körper grundsätzlich als Schadstoffe eingestuft.
  • Unterkühlung: Sitzen auf kalten Flächen oder ständig kalte Füße
  • Katheter bei Krankenhausaufenthalten könnten bakteriell belastet sein und so Entzündungen hervorrufen.
  • Häufiger Geschlechtsverkehr gilt für manche Frauen als Risikofaktor für Blasenentzündungen.
  • Diabetes mellitus: Durch den hohen Blutzuckerspiegel werden kleine Blutgefäße der Nieren geschädigt, somit kommt es zu einer verminderten Nierendurchblutung.
  • Übergewicht und Alkoholkonsum begünstigen zu hohe Harnsäurewerte im Blut, was zu Harnsäuresteinen führen kann.

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