Soul Food –
Essen für die Seele

Du kommst nach einem langen, anstrengenden Tag nach Hause. Dein Kopf ist voll, dein Körper müde und eigentlich möchtest du nur noch auf die Couch fallen. Doch statt schneller Snacks oder Fertigessen nimmst du dir ein paar Minuten Zeit. Du schnippelst frisches Gemüse, stellst einen Topf auf den Herd und plötzlich breitet sich ein vertrauter Duft in der Küche aus. Ein Duft, der dich runterholt. Der dich an Geborgenheit erinnert. An Momente, in denen einfach alles gut war.

Genau das ist Soul Food.

Essen, das nicht nur satt macht, sondern dich innerlich wärmt. Essen, das deine Seele berührt. Es geht nicht um perfekt oder kompliziert – sondern um dieses eine Gefühl: „Das tut mir gerade richtig gut.“ Ob eine warme Suppe, ein cremiger Porridge oder dein ganz persönliches Wohlfühlgericht – Soul Food ist wie eine liebevolle Umarmung von innen. Soul Food (wörtlich „Seelenkost“) steht für Essen, das uns innerlich wärmt und tröstet. Ursprünglich bezeichnete „Soul Food“ die traditionelle Küche der Afroamerikaner im Süden der USA, die aus einfachen Zutaten wohltuende Gerichte zaubert. Heute verstehen wir darunter im Alltag ganz allgemein Gerichte, die unser Wohlbefinden steigern – eben echtes „Food for the soul“. Es geht ums Wohlfühlen beim Essen: an guten Aromen schnuppern, sich sattessen und sich rundum geborgen fühlen. Typische Soul-Food-Gerichte sind zum Beispiel saftig frittiertes Hühnchen, cremiges „Mac ’n’ Cheese“ (Nudeln mit Käse) – alles oft deftig und aromatisch. Diese Gerichte sind oft reichhaltig gewürzt und enthalten viel Fett oder Zucker, um das einfache Essen in etwas Köstliches zu verwandeln.

Soul Food muss dabei aber nicht automatisch ungesund sein. Denn eigentlich steckt mehr dahinter: Essen, das dir gut tut, Seelentröster statt Kalorienbomben. Ein Stück Schokolade oder eine warme Suppe kann zum Beispiel in schweren Momenten unglaublich tröstend wirken und ein kleines Glücksgefühl auslösen. Entscheidend ist, dass dein Soul Food für dich persönlich angenehm ist – das kann für den einen Kuchen sein, für den anderen ein heißer Gemüseeintopf. Achte dabei einfach darauf, wie du dich danach fühlst: Ist dein Körper zufrieden und entspannt, oder eher träge und voll?

Soul Food für die Psyche

Soul Food wirkt vor allem über unsere Psyche: Es erinnert an schöne Momente (oft aus der Kindheit oder gemeinsamen Mahlzeiten) und setzt bei Genuss Glückshormone frei. Viele Lebensmittel enthalten nämlich auch Nährstoffe, die unser Gemüt direkt positiv beeinflussen. Beispielsweise haben Studien gezeigt, dass Menschen, die viel Obst, Gemüse, Vollkorn und gesunde Fette essen, tendenziell zufriedener sind und seltener an Depressionen leiden. In einer großen Untersuchung mit über 27.000 Teilnehmern waren Menschen, die täglich weniger als zwei Portionen Obst und Gemüse verzehrten, häufiger unglücklich und neigten zu depressiven Verstimmungen. Dahingegen stieg das allgemeine Wohlbefinden mit der Menge an frischem Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. Wenn das nicht ein guter Grund ist, den eigenen Gemüsekonsum mal etwas anzukurbeln?

Aber woran liegt das eigentlich? Gemüse, Obst, Nüsse und Samen liefern uns Magnesium, Zink, Vitamin C, B-Vitamine und viele andere Vitalstoffe, die wichtig für unser Nervensystem und unsere Stimmung sind. Omega-3-Fettsäuren wie in fettem Fisch gelten sogar als natürliche „Stimmungsaufheller“, weil sie den Aufbau wichtiger Botenstoffe im Gehirn unterstützen. Vitamin C hilft nicht nur dem Immunsystem, sondern wirkt auch als natürliches Antihistaminikum und kann Nervosität und Anspannung senken. Fehlen uns solche Nährstoffe, fühlen wir uns oft schnell müde, gereizt oder schlapp.

Gerade deshalb kann Soul Food auch gesund sein. Du musst beim Soul Food nicht nur an Schokolade und Pommes denken – denk eher an bunte, vollwertige Gerichte. Zum Beispiel eine dampfende Gemüsecremesuppe mit Vollkornbrot, ein herzhaftes Gemüsecurry oder ein Ofengemüse mit Kräutern und Hirse. Solche Gerichte sind warm und tröstend, enthalten aber viele Nährstoffe. Jede Portion Gemüse, die du isst, kann deine Stimmung ein bisschen aufhellen. Ein weiterer Vorteil: Das Kochen und Essen selbst kann sehr beruhigend sein – wenn du dir bewusst Zeit nimmst, genießt du das Essen viel mehr und schaltest vom Stress des Alltags ab.

Ein paar Ideen für „gesundes Soul Food“ (die nur Beispiele sind, je nach Vorlieben): Ein bunter Obstsalat mit Nüssen und Quark – süß und nährstoffreich. Ein Gemüse-Eintopf mit Kartoffeln, Möhren und Gewürzen – warm, sättigend und bekömmlich. Selbstgebackenes Brot mit deinem Lieblingsaufstrich. Diese Lebensmittel geben Energie und machen trotzdem satt – das ist gutes Soul Food!

Soul Food und Histaminintoleranz

Gerade Menschen mit Histaminintoleranz wissen, wie negativ Stress und schlechte Stimmung den Körper belasten können. Schon kleinste Stresssituationen können dabei zu einer Reaktion führen: Der Körper schüttet dann Stresshormone (wie Adrenalin) aus und gleichzeitig Histamin – beides hält den Organismus im Alarmzustand. Dieses zusätzliche Histamin erhöht den Puls, erweitert die Blutgefäße und hält das Stresssystem am Laufen. Man gerät in einen Teufelskreis aus Stress und Histaminausschüttung, der schnell zu Symptomen wie Herzrasen, Hautrötung oder innerer Unruhe führen kann. Langfristig kann ein dauerhaft hoher Histaminspiegel sogar Ängste, Reizbarkeit und Schlafprobleme auslösen.

Hier kommt das Soul Food ins Spiel: Wenn du dir bewusst erlaubst, dich „seelisch satt“ zu essen und in Ruhe zu genießen, schaltest du das Stresssystem herunter. Genießt du zum Beispiel in Ruhe eine selbstgemachte Gemüsebrühe oder ein warmes Haferbrei-Frühstück, signalisiert du deinem Körper Entspannung statt Alarm. In der Entspannungsphase fährt der Körper seine Stressreaktion zurück, es werden weniger Stresshormone und auch weniger Histamin ausgeschüttet. Das bedeutet weniger Symptome und mehr Wohlbefinden.

Setze auf histaminarme Lebensmittel wie frisches Gemüse (z. B. Kürbis, Karotten, Brokkoli), Reis, Kartoffeln, Quinoa, milde Kräuter (z. B. Petersilie, Basilikum) und ungesüßte Getränke wie Kräutertee. Kombiniere diese Zutaten zu Gerichten, die dich glücklich machen – zum Beispiel eine wärmende Gemüsesuppe mit Reis oder ein Gemüse-Kräuter-Pfännchen mit Kartoffeln. Durch das achtsame Essen dieser Speisen tust du deiner Seele etwas Gutes und unterstützt deinen Körper dabei, stressbedingtes Histamin besser in Schach zu halten. Zusätzlich helfen die bereits erwähnten Nährstoffe, um die Psyche zu stabilisieren. Wenn du beim Soul Food gesunde, histaminarme Zutaten einsetzt, tust du deiner Psyche und deinem Körper einen doppelten Gefallen.

Doch Hand aufs Herz – viele werden bei dem Begriff ‚Soul Food‘ nicht als erstes an Gemüse denken. Auch das ist okay. Mit einer Histaminintoleranz artet das ganze Kochen, die Planung und das Essen manchmal auch in Stress aus. Dann sollte man für diesen Moment auch mal Inne halten und sich fragen: Ist es mir das gerade wert? Und wenn nicht – eine Portion Pommes vom Imbiss darfs auch mal sein, wenn das dein Soul Food ist. Bist du danach glücklich und du kommst gut klar mit eventuellen Symptomen? Dann sei es drum. Eine wirklich perfekte Ernährung ist im heutigen Alltag oft schwer umzusetzen. Und der Stress, der dadurch ausgelöst wird ist manchmal vielleicht auch schlechter für einen selbst, als dieses eine Mal ‚sündigen‘.

Am Ende des Tages geht es vor allem darum, auf dich zu achten. Sorge für gemütliche Essenspausen, in denen du tief durchatmest und genussvoll kaust – das wirkt Wunder gegen Stress. Iss möglichst abwechslungsreich und farbenfroh, dann versorgst du dich quasi nebenbei mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Denn was gut schmeckt und gleichzeitig gut tut, ist echte Seelenkost.

Thomas und Michaela Zinser, Gründer von Histaminikus, sitzen lächelnd nebeneinander auf einer Steinstufe vor einer Backsteinmauer mit Blick auf eine Landschaft. Neben ihnen stehen mehrere Histaminikus-Produkte, darunter Gewürzdosen und Papiertüten.

VON BETROFFENEN FÜR BETROFFENE

Wir sind Thomas und Michaela Zinser, Gründer von Histaminikus.

Aufgrund der eigenen Histaminintoleranz von Michaela und unserem Sohn haben wir Histaminikus gegründet. Der Frust keine geeigneten histaminarmen Lebensmittel zu finden, hat uns angespornt, selbst histaminarme Lebensmittel zu entwickeln.
Wir möchten euch damit wieder ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Schaut euch gerne bei uns um.

Herzliche Grüße
Thomas und Michaela

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