Therapieansätze
Je nach Ausprägung und Intensität der Probleme und Schmerzen erwägt ein Arzt oder eine Ärztin in der Regel Physiotherapie oder Osteopathie zur Behandlung, manchmal sind aber auch Medikamente nötig: Darunter fallen zum Beispiel Schmerzmittel, Schmerzsalben, Betäubungsmittel, Muskelrelaxanzien, Wärmepflaster oder Auflagen. Die Medikamente kleben jedoch leider nur ein „Pflaster“ auf die „Wunde“, sodass die Beschwerden nach Absetzen häufig wiederkehren.Für anhaltende Verbesserungen wird daher am häufigsten Physiotherapie, Massage oder Osteopathie angeordnet. Auch Faszientherapien sind geeignet, die man durch bestimmte Faszienrollen oder ausgewählte Yoga-Übungen teils sogar selbst ausführen kann. In der Naturheilkunde ist ebenso die Dorn-Breuss-Therapie weit verbreitet. Dabei wird von einem entsprechenden Therapeuten mittels Massagen, Dehnungen und leichtem Druck alles wieder zurück an Ort und Stelle gebracht und sanft eingerenkt.Einige Ärzte und Naturheilkundler arbeiten ebenso gern mit Akupunktur. Gerade in der Chinesischen Medizin werden zusätzlich Heilkräuter angewandt - dabei gilt bei einer Histaminintoleranz aber besondere Vorsicht, denn viele Substanzen werden nicht gut vertragen.Sollte Psychosomatik bei einem Patienten eine Rolle spielen, könnte auch eine Psychotherapie oder psychologische Beratungsstunden in Betracht gezogen werden.
Auch eine Ernährungsumstellung hin zu entzündungshemmender Kost kann sinnvoll sein. Bei einer Histaminintoleranz kann dieser Schritt noch ärztlich abgeklärt werden, um eine Mangelernährung zu vermeiden. Dennoch ist auch eine entzündungsarme Kost bei einer Histaminintoleranz nützlich, da Histamin ein Entzündungsmediator ist.Manchmal kann es aber schon helfen, nicht die ganze Ernährung umzustellen, sondern gezielt bestimmte Nährstoffe in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zuzuführen. Dr. Isabel Bloss, die eine eigene naturheilkundliche Praxis in Ettlingen besitzt, empfiehlt in der Natur & Heilen-Ausgabe von Februar 2023, ein Auge auf die ausreichende Zufuhr von Magnesium, Eisen, Vitamin D3, B-Vitaminen und Omega-3-Fetten zu halten.Die Pflanzenheilkunde und Homöopathie hält laut Dr. Bloss auch einige Pflanzen in der HWS-Syndrom-Therapie für hilfreich, die beispielsweise durch Schüssler-Salze verabreicht werden können. Darunter zählen unter anderem Curcumin (entzündungshemmende Wirkung), Weihrauch (Boswellia serrata - entzündungshemmend) und MSM (natürlicher Schwefelextrakt). Wichtig ist im Einzelfall die Therapie durch einen erfahrenen Therapeuten begleiten zu lassen, um die Therapie regelmäßig anzupassen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.
Was du sofort selbst tun kannst
BewegungsübungenWenn du vermutest unter dem HWS-Syndrom zu leiden, könntest du es zunächst auch mal mit ein paar Übungen versuchen, die die Halswirbelsäule entlasten, entspannen und kräftigen sollen.Allseits bekannt ist „Liebscher & Bracht“, die unzählige Videos zu diversen Problemen des Bewegungsapparates auf Plattformen wie Youtube zum direkten Mitmachen zur Verfügung stellen. Hier findest du den Youtube-Kanal. Mittlerweile gibt es auch Liebscher & Bracht – Therapeuten, die anhand der dort gelehrten Methoden praktizieren und behandeln. Das empfiehlt sich besonders, wenn dein Problem schwerwiegender zu sein scheint oder du befürchtest, dass du mit der eigenen – möglicherweise auch falschen – Durchführung etwas verschlechtern könntest.
Mehr als das sollest du allerdings nicht auf eigene Faust tun. Übungen wie diese können durchaus wirksam deine Beschwerden lindern und du hast eine Möglichkeit, dir im Alltag selbst zu helfen. Für eine dauerhafte Linderung und Verbesserung deiner Beschwerden sollte allerdings nach wie vor ein Arzt, z.B. ein Orthopäde, Osteopath oder Unfallchirurg konsultiert werden, um mögliche ernsthafte Erkrankungen auszuschließen
StressreduktionZum temporären Lösen der Verspannungen, die häufig auch durch Stress und innere Unruhe und Anspannung entstehen können, eigenen sich auch Atem- und Entspannungsübungen. Auch lockere, nicht anstrengende Spaziergänge können sehr angenehm und hilfreich sein.