Es bestehen starke Wechselwirkungen zwischen dem Menstruationszyklus und dem Gesamtorganismus. Über das limbische System beeinflussen psychische Faktoren die Ausschüttung von FSH und LH durch den Hypothalamus. Das ist der Grund warum in großen Stresssituationen oder Notzeiten bei vielen Frauen die Regelblutungen ausbleiben, sich stark verschieben kann oder auch mit verstärkten Menstruationsbeschwerden einhergeht. Und auch umgekehrt wirken die von den Eierstöcken gebildeten Geschlechtshormone auf die übrigen Zellen des Körpers. Durch ihre Wirkung auf das ZNS bestimmen sie menschliches Verhalten wesentlich mit.
Aggressionen, depressive Stimmung, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und schlechte Laune können die Folge sein. Diese treten besonders stark in den Wechseljahren oder vor der Menstruation als PMS auf. Hormone sind also eng mit der Psyche verbunden. Aber auch ein ausbleibender Kinderwunsch kann psychisch bedingt sein. In diesem Fall ist es hilfreich, Themen der Weiblichkeit und des Mutterseins mehr Aufmerksamkeit zu schenken.