Bei Personen mit Mastozytose besteht immer ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende und mitunter lebensbedrohliche Symptome, was als Anaphylaxie bezeichnet wird und äußerst tückisch ist.
Möglich wird dies durch die abnorm hohe Anzahl von Mastzellen, die große Mengen an Histamin ins Blut freisetzen können. Dies kann beispielsweise nach einem Insektenstich passieren, sodass binnen weniger Minuten Atemnot oder Herz- Kreislauf-Probleme auftreten. Wie eine Anaphylaxie verläuft, kann nie vorausgesagt werden, deswegen ist es für viele Personen mit Mastozytose ratsam, ein Adrenalin-Notfallset (Adrenalin- Autoinjektor) bei sich zu tragen, das bei der Behandlung der Symptome einer Anaphylaxie eingesetzt werden kann.
Eine schwere akute allergische Reaktion ist immer ein Notfall, daher ist es empfehlenswert, die Anwendung des Notfallsets zu üben, um im Akutfall richtig handeln zu können. Außerdem sollten Familie und Freunde über das Risiko einer Anaphylaxie und das Notfallset informiert werden.
Bei erwachsenen Personen kommt es häufig vor, dass die Mastozytose nicht nur die Haut, sondern auch das Knochenmark betrifft. Die Krankheit kann mild oder aggressiv verlaufen, sie neigt bei Erwachsenen dazu, chronisch zu werden. In Einzelfällen kann es zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes kommen.
Wenn die Erkrankung in der Kindheit auftritt, zeigen sich Symptome typischerweise nur auf der Haut ohne dass innere Organe beteiligt sind. Hier ist meistens nur eine symptomatische Therapie erforderlich. Bei vielen jungen Patienten bildet sich die Erkrankung von alleine bis zum Eintritt der Pubertät zurück.